
Halinka, eine 7-jährige Freiberger Stute, wurde mit immer wiederkehrender hochgradiger Lahmheit vorne beidseits vorgestellt. Halinka litt seit Fohlen an dem Bockhufsyndrom vorne beidseits, wobei der rechte Vorderhuf deutlich stärkere Veränderungen zeigte (Grad 3-4).
Halinka wurde in den Jahren zuvor zwar beschlagen, dies brachte jedoch keine deutliche Besserung der Schmerzen. Danach wurde sie barhuf gehalten, was leider auch nicht den gewünschten Effekt brachte.
Bei der Erstuntersuchung fiel auf, dass Halinka auf beiden Hufen sehr empfindlich im Sohlenbereich reagierte und die Trachten keinen Bodenkontakt aufwiesen, weiter zeigte sich vor allem vorne rechts eine stark konkav wachsende Zehenwand. Diese Anzeichen alleine genügten, um zu wissen, dass Halinkas Hufe aktuell starken Kontraktionsschmerzen der tiefen Beugesehne ausgesetzt waren.
Mittels Spezialbeschlag (Rocker Rail Beschlag) konnte erreicht werden, dass die Sohle geschützt, der Zug der tiefen Beugesehne deutlich reduziert und die Hebelkräfte auf die vordere Zehenwand stark reduziert werden konnte.
Direkt nach Anbringen des Beschlags fühlte sich Halinka deutlich wohler und die Lahmheit verschwand nach ein paar Tagen. Im Moment geht es Halinka sehr gut und sie kann wieder normal geritten werden.
Halinka muss aufgrund des angeborenen Bockhufsyndroms lebenslang mit einem Spezialbeschlag beschlagen werden. Die mechanische Unterstützung des Hufes sollte nie mehr vernachlässigt werden, da das Kontraktionssyndrom sonst wieder von neuem beginnt.

