Arthrose


Ungefähr 60% aller Lahmheiten beim Pferd sind auf eine «Arthrose» zurückzuführen. Der Begriff setzt sich aus dem altgriechischen Wort „arthron“ für Gelenk und der Endung –«ose» zusammen, was «fortschreitend verschleissend» oder «zerstörend» bedeutet. Verschiedene Faktoren wie z.B. fortgeschrittenes Alter, körperliche Arbeit, Übergewicht oder Fehlstellungen führen zu Abnutzung und schliesslich Auflösung des Gelenkknorpels, was zu einer vorübergehenden, schmerzhaften Gelenkentzündung führt.


Gelenke beim Pferd, die an Arthrose erkranken können.
Gelenke beim Pferd, die an Arthrose erkranken können.

Grundsätzlich kann jedes Gelenk betroffen sein. Die Pferderasse oder eher die Art des Gebrauches dieser Rassen scheinen die Entstehung von Arthrose in bestimmten Gelenken zu bewirken. 

So beobachtet man z.B. bei Trabrennpferden mehr Arthrose im Kreuz-Darm-Beingelenk als bei anderen Rassen. Im Westernsport gebrauchte Quarterhorses leiden hingegen häufig an Arthrose in den unteren Sprunggelenksreihen. 

Arthrose kann lange unbemerkt bleiben. Die Pferde müssen nicht immer offensichtlich «lahm» gehen. Häufig wird Arthrose erst im Endstadium entdeckt, wenn bereits knöcherne Umbauprozesse stattgefunden haben. Heilbar ist die Erkrankung nicht, aber die im Umbauprozess auftretenden Schmerzen können mit verschiedenen Medikamenten und Behandlungsmethoden gelindert werden.


Prognose

Arthrose ist nicht heil-, aber behandelbar. In der Regel lässt sich der Verlauf dieser Krankheit immerhin aufhalten oder zumindest verlangsamen. Vor allem aber können durch Gelenksentzündungen hervorgerufene Schmerzen gelindert werden. Das Pferd gewinnt dadurch an Lauf- und Lebensfreude sowie an Beweglichkeit.

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